Nassereith - Sportklettern am Fernpass
Posted by admin in Klettergebiete on December 2nd, 2009
Der Sportklettergarten ist eine sehr empfehlenswerte Anlage. Im Sommer 2007 wurden über 150 neue Routen erschlossen. Eine gute Routenübersicht findet man auf Climbers Paradise. Das Gebiet teilt sich in die Sektoren Locherboden, Götterwandl, Fuchsschrofen, Leite und Sparchet.
Der Sektor Götterwandl ist nur was für Kletterer, die Mindestens eine 7a ziehen! Die Wand ist eine richtige Trainingswand (auch mit künstlichen Griffen). Auch bei leichtem Regen bleibt diese Wand lange trocken bzw. wird nicht richtig naß. Der Sektor Leite wurde 2007 komplett saniert und erweitert. Den Sektor Sparchet gibt es erst seit 2007 und ist mit Stegen für einen besseren Stand für den Sichernden und Bänken zum Brotzeit machen ausgestattet. Im Sektor Fuchsschrofen gibt es nur eine Route im 6ten Grad, der Rest der Touren ist schwieriger. Die Wand liegt im Wald und bietet somit an heißen Tagen angenehme Klettertemperaturen. Dieses Jahr war der Sektor allerdings im Frühjahr wegen “Jagd” gesperrt.
Die Exposition der Wand ist südost - somit kann man hier hervorragend im Frühjahr & Herbst klettern. Im Sommer kann es an heißen Tagen lohnenswert sein schon früh am morgen oder erst abends klettern zu gehn.
High East in Heimstetten
Posted by admin in Kletterhalle on November 17th, 2009
Der Fels ist kalt und die Sonne lässt sich zur Zeit auch nicht wirklich häufig blicken! Da wird es Zeit der ein oder anderen Kletterhalle mal wieder einen Besuch abzustatten. Einen ganz besonderen Charme hat die Kletterhalle High East im Münchner Osten. Wer noch keine Jahresmarke für die DAV Hallen besitzt, der kann hier, vor allem tagsüber, zu günstigen Preisen klettern. Abends ist es dann ein wenig voller… da lohnt es sich die dicke Daunenjacke mitzunehmen und ggf. nach draußen auszuweichen.
Die nette Atmosphäre wird durch Musik und stets frischem Kuchen oder Brezn-duft erzeugt… wer noch Zeit hat eine Runde zu entspannen, der kann noch den ein oder anderen Saunagang einlegen.
Die Routen sind sehr abwechslungsreich geschraubt. Die Strukturwände sind zwar teilweise schon ein wenig abgenutzt, doch findet man noch genug zum Greifen und Treten. Besonders attraktiv ist auch die Länge der Routen. Hier kann man wirklich daran arbeiten, sich seine Kraft einzuteilen… denn die Höhe der Routen macht sich schon beim Einklettern bemerkbar.
Boulderer kommen auch auf ihre Kosten. Da die Boulder teils richtig durch’s Dach gehen, kann hier ordentlich Kraft aufgebaut werden. Auch wer alleine in die Kletterhalle kommt, kann gerade in den Boulderbereichen schnell Anschluß finden und sich gemeinsam das ein oder andere Problem erarbeiten. weiterlesen »
Bouldern

Jene unter uns, die noch nicht lange Klettern sind vom Bouldern in der Regel nicht “infiziert”. Der Reiz am Klettern ist ja gerade das hinauf kommen und nicht das queren. Der Erfolg ist hier nicht so deutlich zu erkennen… zumindest nicht für die Neulinge. Ein gelöstes Boulderproblem ist allerdings ein super Gefühl. Hier ist es die Kunst sich mit solchen Problemen zu befassen die doch einiges an Training und Kreativität erfordern bis man dann endlich … meist ganz plötzlich und unerwartet… das Problem zieht. Hier kann getüftelt werden und man versucht es immer und immer wieder. Wie ermüdend … denkt der Eine. Wie spannend … denkt der Andere. Außer Frage steht, dass man beim Bouldern eine ganze Menge lernen kann. Denn der Kopf ist einfach freier, wenn nicht zu viel Luft unter den Füßen ist. Außerdem lassen sich interessante Bewegungsabläufe auprobieren ohne erst einmal Minutenlang zu einer Stelle hinkraxeln zu müssen ehe man dann ausprobieren kann, was man sich Neues überlegt hat um eine schwierige Passage zu meistern. Ein weiterer Pluspunkt fürs Bouldern: Man braucht eigentlich niemanden … Kommt natürlich auf den Boulder an… ggf. ist es beruhigend jemanden zu haben, der einen spottet. Wem es allerdings alleine zu langweilig ist und wer gerne gemeinsam loszieht, der kommt auch hier auf seine Kosten. Die Aufspaltung in Zweiergrüppchen ist hier nicht zwingend und gemeinsam über einem Projekt zu brüten macht Spaß und kann enorm anspornen. Für das eigene Kletterkönnen ist Bouldern sehr förderlich, denn in der Regel befasst man sich mit Griffen und Zügen, die im eigenen Schwierigkeitsgrad in einer Tour nicht zu finden sind.
Sturztraining - Stürzen soll gelernt sein!
Posted by admin in Klettern Allgemein, Sicher Sichern on October 14th, 2009
Es soll Kletterer geben, die noch niemals gestürzt sind oder aber ihre Stürze an einer Hand abzählen können. Für Andere wiederum gehört das Stürzen zum Klettern dazu. Manchmal ist es schon erstaunlich wie lange man sich eigentlich noch in der Wand halten kann, obwohl man schon Züge vorher dachte die Arme machen zu oder die Hände gehen auf. Um diesen Effekt zu testen kann man sich mal eine fordernde Route, die man aber dennoch gut durchsteigen kann, aussuchen und diese so oft klettern (erstes Mal Vorstieg, dann nachsteigen) bis man tatsächlich von der Wand fällt. Wer nicht so kühn ist, der sollte vielleicht mit einem Schritt für Schritt aufgebauten Sturztraining anfangen. Je nach belieben kann man auch einen dritten zum Nachsichern einsetzen. Dieser hält das Seil hinter dem Sichernden zu Redundanzzwecken fest. Desweiteren gibt es auch noch einen Unterschied zwischen statischem und dynamischen Sichern. Bei Stürzen aus größerer Höhe kann statisches Sichern sehr unangenehm für den Kletternden sein! Hier ist es mitunter ratsam dem Sichernden durch kontrolliertes Seil ausgeben sanfter abzubremsen. Dieses Thema wird durchaus diskutiert, denn dynamisches Sichern bedeutet auch das der Stürzende weiter fällt. Nette Videos übers Stürzen gibt’s auch bei YouTube.
Für ein Sturztraining eignen sich im Besonderen die Sicherungsgeräte Tube oder HMS, da Sicherungsgeräte wie der GriGri selbstblockierend sind.
Hier die drei typischen Sturztrainingszenarien: weiterlesen »
MaMa Kante - Karwendel
Posted by admin in Alpines Sportklettern on October 5th, 2009
Eine wirklich schöne Tour für Einsteiger ins Alpinklettern. Es lohnt sich wirklich im Morgengrauen aufzusteigen, denn diese Tour ist frequentiert.
Aufstieg: 2-3 Stunden
Route: 12 Seillängen, 4-6 Stunden
Exposition: Süd
Absicherung: Standplätze vorhanden, Bohrhaken nicht genügend
mobile Sicherungsgeräte: Friends, Keile, Schlingen
Abstieg: 2,5 - 3 Stunden
Schwierigkeit: V+ (meist IV, eine Stelle VI+ kann man Umgehen)
Bewertung: 3 Sterne (von 5 Sternen)
Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Karwendelbahn in Mittenwald (913m). Zunächst muss zur Dammkarhütte (1650m) Aufgestiegen werden. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Hütte zu gelangen. Entweder über den Ochsenboden oder über die Schiabfahrt hoch zur Materialseilbahn (dieser Weg kann auch mit dem Mountainbike bewältigt werden… aber mit schwerem Gepäck und crasser Steigung nicht ganz unanstrengend). Am unteren Ende der Materialseilbahn können die Bikes gut abgestellt werden. Der Ochsenboden ist sicherlich der schönere Weg - wenn auch ein wenig anstrengender. Die beiden Varianten treffen sich kurz oberhalb vom Anfang der Materialseilbahn. In Serpentinen geht’s hoch zur Dammkarhütte. Wir haben uns sagen lassen, dass die Hüttenwirtin nicht gerade die freundlichste Person ist. Außerdem liegt die Hütte Nachmittags im Schatten.. so dass wir auf eine Einkehr beim Abstieg verzichtet haben. Von der Dammkarhütte geht es in 20 Minuten hinauf ins Kar über mächtig viel Geröll zum Einstieg. weiterlesen »
Alpines Sportklettern an der Kampermauer
Posted by admin in Alpines Sportklettern on September 9th, 2009
Die Kampermauer liegt auf 1394m Höhe ganz in der Nähe von Windischgarsten, genauer Rosenau auf dem Hengspass, in Oberösterreich. In dieses Eckchen verschlägt es Kletterer nicht in Scharen.. wer seine ersten Mehrseillängenrouten in Alpinen Gelände bewältigen will, der kommt hier ganz sicher auf seine Kosten! Die Kampermauer ist durchgehend hervorragend mit Bohrhaken abgesichert. Es gibt eine handvoll Einsteigerrouten in denen man sich von Morgens bis Abends die Sonne auf den Rücken scheinen lassen kann - denn das Gebiet ist nahezu komplett Südseitig ausgerichtet. Auch der Zustieg lässt sich innerhalb kürzester Zeit bewältigen. Die Routen sind in spätestens 15 Minuten erreicht - natürlich zuzüglich der Zeit die jedermann zur Erkennung der Richtigen Route benötigt. Ein paar der Routen sollen im Folgenden kurz Vorgestellt werden… weiterlesen »
Klettergarten Engelswand in Tumpen / Tirol
Posted by admin in Klettergebiete on August 17th, 2009
Das Oetztal zieht immer mehr Kletterer an. Das ist auch gut begründet… denn hier findet man tolle Gebiete die 1a abgesichert sind und noch dazu oftmals Kinderfreundlich sind. Die Engelswand ist eines der Topgebiete. Leider ist dies nicht geheim geblieben und an schönen Wochenendtagen tummeln sich hier die Kletterer am Fuße der Wand. Die Engelswand ist ganz in der Nähe von Tumpen, wenn man von Oetz in Richtung Umhausen fährt. Ca. 200m von der Hauptstraße entfernt gibt es zwei große Parkplätze nur für Kletterer. Auf einem ebenen Feldweg erreicht man in 5-10 Gehminuten die Kletterwand.
Morgens liegt die Wand im Schatten (Exposition: West) - erst gegen Mittag wird es so richtig warm. Der Fels trocknet hier trotzdem recht zügig. Das Gebiet ist sicher nichts für Kletterer, die es gerne ruhig haben, denn auf der Wiese tummeln sich Kinder und Kletterer als auch nicht-Kletterer liegen auf Picknickdecken. Es gibt ein Dixiklo und eine extra eingezäunte Picknickarea.
Die richtigen Cracks langweilen sich hier - denn die Schwierigkeit der Routen erstreckt sich nur von 4a bis 7a. Der Fels ist wirklich griffig und klettern kann man hier an großen Henkeln, kleinen Leisten, Rißen, in Verschneidungen, über kleine Dächer oder auch auf Platten. Der Fels ist auch recht stabil… dennoch sollte ein Helm natürlich nicht fehlen. Ein Topo kann man auf Oetztal.com downloaden. Die Bewertung ist recht knackig - die Routen sind meist schwieriger als angegeben. In den verschiedenen Kletterführern variiert die Bewertung auch mal um nen Halben Grad oder gar einen Ganzen mehr oder weniger.
Eine weitere gute Routenzusammenfassung findet man unter tirol.routebook.com.
Jubiläumsgrat - 8,4 km Klettervergnügen
Posted by admin in Klettern Allgemein on August 11th, 2009

Was hat der Jubiläumsgrat mit einem Kletterblog zu tun? Ist es nicht eine Wanderung oder allenfalls ein einfacher Klettersteig? Es gibt viele Meinungen und Einschätzungen bezüglich des Jubiläumsgrats… basierend auf der Tour vom 1. August 2009 ist meine die Folgende:
Der Jubiläumsgrat ist eine anspruchsvolle, hochalpine Bergtour, die absolute Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie Kletterkönnen erfordert. Die schwierigsten Kletterpassagen liegen im unteren III Grad (UIAA). Der Grat ist NICHT durchgehend gesichert. Drahtseile befinden sich nur an wenigen Stellen und eher im zweiten Teil, wenn man den Grat von der Zugspitze zur Alpspitze überschreitet. Der geübte Kletterer/Bergsteiger muss sich mit der Situation völlig frei Kletterpassagen zu meistern abfinden. Auf beiden Gratseiten geht es hunderte von Metern steil hinunter… ein Sturz würde fatale Folgen haben. weiterlesen »
Kletterhalle Imst / Tirol
Posted by admin in Kletterhalle on August 3rd, 2009
Manchmal macht einem der Regen einen Strich durch die Rechnung und die schönen Klettergärten im Oetztal können nicht genutzt werden. Die Kletterhalle Imst ist eine gute Alternative. Die Atmosphäre hier ist super. Die Routen haben wirklich Charakter und machen richtig Spaß zu klettern. Was den Schwierigkeitsgrad angeht, so wird doch ein wenig knackiger bewertet. Die Halle ist nicht nagelneu - hat aber ihren ganz eigenen Charme. Wenn die Arme langsam dick werden, so kann man sich auf einer der vielen Couchen entspannen und den anderen Kletterern ein wenig zuschauen. Nicht selten sieht man hier auch Angy Eiter mit ihrer unverkennbaren Leichtigkeit klettern… das spornt an sich selbst wieder einzubinden und erneut anzugreifen. An richtig langen Regentagen gibt’s auch genug Platz für eine Brotzeit. Kaffee und Snacks werden oben verkauft. Hier gibt es auch einen kleinen Shop.
Die Halle ist nicht enorm groß, dennoch steht man sich nicht auf den Füßen. Für die Boulderfreunde unter uns gibt es auch ein Bouldereck.
Ein absolutes Schmankerl unter den Klettersteigen der Alpen ist der Königsjodler! Ein wenig Vorschnuppern kann man bei den Videos auf YouTube über den 