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Auf die Wildspitze
Posted by Jörg in Bergwandern on December 2nd, 2011
Diesen August ging es auf die Wildspitze. Freitagmorgen ging es los von Mittelberg. Um Kräfte zu schonen (weil wir faul waren
nahmen wir den Gletscherexpress. Normalerweise dauert der Aufstieg von Mittelberg 3h. Man kann sogar noch ein Kelttersteig mit einbauen. Da wir aber schon um 12 Uhr unseren Bergführer treffen wollten, querten von der Bergstation des Gletscher Express 1,5h zu Braunschweiger Hütte. Da es ein kurzes Stück über den Gletscher ging, konnten wir gleich prüfen, ob die Steigeisen passen. Der Nachtmittag war eine Eingewöhnung mit Steigeisen und Gletscherspalten umzugehen.
Samstagfrüh ging es um 5 Uhr los. Über 10 km lagen vor uns. Die Tour ist nicht sehr technisch. Nur morgens hatte wir in einem steileren Stück die Steigeisen an. Danach nicht mehr. Wir haben es vorgezogen und die Steigeisen nicht in die “Wade” zu hauen, wenn wir durch den Neuschnee schwanken. Im letzten Stück zur Wildspitze hat uns die ein oder andere Seilschaft mit Steigeisen überholt. Muss also jeder Selbst entscheiden. Gerade auf dem Rückweg wurde der Schnee immer weicher und man sank ziemlich tief. Gerade in solchen Situationen kann man sich mit Steigeisen auf den eigenen Füßen “rumtreten”. Ansonsten heißt es Ausdauer haben, die Landschaft geniessen und sich nicht täuschen lassen, über die fast nicht sichtbaren Gletscherspalten.
Die letzte Viertelstunde rauf auf die Wildspitze machen viele ohne Gepäck. Manche stolpern über das Geröll mit ihren Steigeisen. Für mich nicht ganz nachvollziehbar und wirkte eher unkontrolliert. Auf der Spitze kann es mitunter ganz schön voll werden und man sucht sich am Besten ein schönes Plätzchen und dann lässt man einfach den Blick schweifen, mümmelt an seinem Müsliriegel, trinkt ein Schluck aus der Buddel und freut sich einfach mit allen Bergsteigern. Persönlich hätte ich mir noch mehr Zeit auf dem Gipfel gewünscht. Aber man kann ja einfach noch einmal auf einer anderen Route zurückgekommen.
Nach 12h sassen wir wieder auf der Terrasse. Zurück zu haben wir uns Zeit gelassen, der Sonne ins Auge geblickt und die gute Aussicht genossen. Sehr beeindruckend der die Gletschlandschaft, die sich mit jedem Lichtstrahl ändertet. Wir haben auf unserem Rückweg keine weiteren Hochtourler gesehen. Die Meisten scheinen wohl die lange Route zu scheuen. Ok, hätten wir in einer der nähren Hütten einen Platz bekommen, dann hätten wir die Tour auch gescheut
Mehr zum Gletschertraining und schöne Fotos von unserer Tour hier bei meinen Freunden der Freizeitplattform, die mit von der Partie waren und die Tour und unsere Ausrüstung noch ein bisschen genauer beschreiben.
