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Sturztraining – Stürzen soll gelernt sein!

Es soll Kletterer geben, die noch niemals gestürzt sind oder aber ihre Stürze an einer Hand abzählen können. Für Andere wiederum gehört das Stürzen zum Klettern dazu. Manchmal ist es schon erstaunlich wie lange man sich eigentlich noch in der Wand halten kann, obwohl man schon Züge vorher dachte die Arme machen zu oder die Hände gehen auf. Um diesen Effekt zu testen kann man sich mal eine fordernde Route, die man aber dennoch gut durchsteigen kann, aussuchen und diese so oft klettern (erstes Mal Vorstieg, dann nachsteigen) bis man tatsächlich von der Wand fällt. Wer nicht so kühn ist, der sollte vielleicht mit einem Schritt für Schritt aufgebauten Sturztraining anfangen. Je nach belieben kann man auch einen dritten zum Nachsichern einsetzen. Dieser hält das Seil hinter dem Sichernden zu Redundanzzwecken fest. Desweiteren gibt es auch noch einen Unterschied zwischen statischem und dynamischen Sichern. Bei Stürzen aus größerer  Höhe kann statisches Sichern sehr unangenehm für den Kletternden sein! Hier ist es mitunter ratsam dem Sichernden durch kontrolliertes Seil ausgeben sanfter abzubremsen. Dieses Thema wird durchaus diskutiert, denn dynamisches Sichern bedeutet auch das der Stürzende weiter fällt. Nette Videos übers Stürzen gibt’s auch bei YouTube.

Für ein Sturztraining eignen sich im Besonderen die Sicherungsgeräte Tube oder HMS, da Sicherungsgeräte wie der GriGri selbstblockierend sind.

Hier die drei typischen Sturztrainingszenarien: Read the rest of this entry »

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Klettern kann jeder – sicher Klettern nicht!

Klettern ist schon lange nicht mehr eine Randsportart. Sicherlich ist es für die  “alten Hasen” eine unwillkommene Entwicklung, doch die Barriere zu klettern ist so gering, dass jedermann einfach loslegen kann.  Zum Klettern benötigt man lediglich ein Seil, einen Gurt und die entsprechenden Schuhe (die bei den ersten Versuchen auch getrost weggelassen werden können) sowie ein Sicherungsgerät. Diese Utensilien gibt es durch die wachsende Beliebtheit des Klettersports inzwischen in nahezu jedem Sportfachgeschäft zu kaufen oder können bei einem Kletterhallenbesuch auch gegen geringes Entgelt ausgeliehen werden.

In Deutschland gibt es inzwischen über 200 öffentlich zugängliche Kletterhallen. Ein Kletterschein oder ähnliches wird in der Regel nicht verlangt um Zutritt zu erhalten. Klettern ist eine Gefahrensportart. Deshalb muss der Besucher i.d.R. ein Formular unterschreiben. Dieses Formular bestätigt dem Hallenbetreiber, dass der Kletterer mit dem benötigten Material vertraut ist. Im Falle des Falles wird keine Haftung übernommen.

Leider stehen fatale Sicherungsfehler in den Kletterhallen auf der Tagesordnung. Es vergeht sicherlich kein Tag an dem keine Fehler bezüglich Sicherungsgeräte gemacht werden. Glücklicherweise haben die Fehler nur selten schlimme Folgen. Schlagzeilen wie: “Kletterer stürzt aus 30 m Höhe ab” lassen einen erschauern und an die vielen Fehler denken, die täglich in den Hallen zu beobachten sind.

Die Top 5 der beliebtesten Sicherungsfehler sind:

1. Sichern mit “Tube” & das Seilende nach oben halten.

2. Sichern mit “HMS” & das Seilende nach unten halten.

3. Umgreifen beim Seilausgeben statt zu “tunneln”.

4. Das Sicherungsgerät “Grigri” ist selbstblockierend. Ein Hebel dient dazu den Blockierungsmechanismus zu lösen. Wird dieser Hebel fälschlicherweise betätigt so wird die Funktionsweise des Geräts unterbunden.

5. Die Hand so nah am “Tube” halten, dass im Falle eines Sturzes die Hand ins Sicherungsgerät gezogen wird.

Die Frage, die sich hier aufdrängt ist folgende: Sollten die Kletterhallenbetreiber den Zugang zu den Hallen erschweren? Sollten Kletterscheine Pflicht werden oder die Fähigkeiten bezüglich Sicherungsgerät & Co. zunächst demonstriert werden bevor der Zugang gewährt wird? Es steht außer Frage, dass diese Maßnahmen die Zahl der Unfälle in den Kletterhallen drastisch senken würde. Doch was würden all die geübten Kletterer sagen, wenn ihnen der Zutritt verwehrt bleiben würde? Die meisten geübten Kletterer besitzen nämlich keinen Kletterschein. Auf die Frage: Wie hast du eigentlich mit dem Klettern angefangen? Bekommt man nach wie vor selten die Antwort: Ich habe mich dafür interessiert und einen Kurs gemacht. Sondern eher: Ein paar meiner Freunde sind schon geklettert, die haben mich einfach einmal mit genommen. Das Klettern hat mir so gut gefallen, da bin ich dabei geblieben.

Auch hier gilt: Aus Fehlern lernt man. Es wird immer wieder betont, dass Klettern eine Gefahrensportart ist und man sich dessen bewusst sein soll. Pflichtbewusstes Handeln ist oberste Priorität und eine professionelle Einweisung bezüglich Knotentechnik und Sicherung kann Fehler vorbeugen, diese aber nicht ausschließen. Auch die Routine ist auch ein gefährlicher Gefährte…

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